Internationale Finanzpolitik

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Eva Hanfstängl

Finanzmärkte, also Märkte für Kredite, Währungen und Wertpapiere wie Anleihen, Aktien oder spekulative Finanztermingeschäfte (Derivate), spielen in der heutigen globalen Wirtschaft eine entscheidende Rolle. In den letzten Jahrzehnten wurden sie stark liberalisiert und neue Finanzprodukte zugelassen. Die Gefahren sind spätestens seit der Finanzkrise 2008 bewusst geworden. Doch auch ohne die Krise nehmen die liberalisierten Finanzmärkte vielfach negativen Einfluss und erhöhen Unsicherheiten, bei uns, aber auch in Entwicklungsländern.

Brot für die Welt fordert daher zusammen mit vielen anderen Entwicklungsorganisationen, die Finanzmärkte wieder stärker zu regulieren und demokratisch zu kontrollieren. Finanzinstitutionen sollen in erster Linie Mittel für die Realwirtschaft bereitstellen. Banken müssen auf ihre Serviceleistung für die Wirtschaft und den einzelnen Menschen ausgerichtet sein. Schattenbanken und -finanzplätze müssen begrenzt werden und reguliert sein, um nicht großen wirtschaftlichen Schaden anzurichten. Gefährliche Spekulationsgeschäfte müssen über Finanztransaktionssteuern und Verbote eingedämmt werden.

Themen Team

Eva Hanfstängl
Referentin Entwicklungsfinanzierung und Finanzpolitik
Von Eva Hanfstängl am 20.03.2017 - 18:53

Bischöfe ermahnen die G20

Die Evangelische Stadtkirche in Baden Baden mahnte durch Läuten der Glocken die G20-Finanzminister. Anschließend besuchten mehr als 700 Personen einen ökumenischen Gottesdienst, zu dem das Bündnis Erlassjahr geladen hatte. ... mehr 
Von Eva Hanfstängl am 20.03.2017 - 18:25

Entschuldungsverfahren kein Thema der G20

Nichtregierungsorganisationen ermanhnen die G20-Finanzminister: Sie müssen der drohenden Schuldenkrise entgegenwirken. Denn 116 Länder sind laut neuem Schuldenreport von Erlassjahr mittlerweile kritisch verschuldet und der Abwärtstrend beschleunigt sich. ... mehr 
Von Eva Hanfstängl am 20.03.2017 - 14:09

Enttäuschung beim G20-Finanzministertreffen

Auch zehn Jahre nach Beginn der großen Finanzkrise sind die internationalen Finanzmärkte trotz behutsamer Reformen noch immer anfällig für weitreichende Krisen. Systemische globale Risiken, beispielsweise durch den unregulierten Schattenbankenbereich, sind nicht gebannt. ... mehr 
Von Eva Hanfstängl am 10.11.2016 - 11:35

Brot für die Welt mit "Debt20 Kampagne" im BMZ

Die Präsidentin von Brot für die Welt, Cornelia Füllkrug-Weitzel, und der Schuldenexperte Geoffrey Chongo vom JCTR in Sambia haben am 09.11.16 die Forderungen der Kampagne „Debt20: Entwicklung braucht Entschuldung“ an den Parlamentarischen Staatssekretär Silberhorn im BMZ übergeben. ... mehr 
Von Niko Wald am 04.04.2016 - 16:30

Steueroase Panama: Das Gemeinwohl in die Wüste geschickt

Millionen Deutsche mühen sich jedes Jahr mit ihrer Steuererklärung: Möglichst wenig Abgaben zahlen – das geht mit Werbungskosten, Pendlerpauschale und Pauschbeträgen. An die Gründung einer Niederlassung auf einem anderen Kontinent denken die meisten dabei aber nicht.

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Von Eva Hanfstängl am 08.09.2015 - 10:47

Brot für die Welt veranstaltet Fachtagung in Ankara anlässlich des G20 Finanzministertreffens

Aus Anlass des G20 Finanzministertreffens veranstaltete Brot für die Welt mit SOMO, New Rules und WEED eine Fachtagung in Ankara zu Themen der globalen Finanzmarktreform, wie Regulierung des Schattenbankenwesens und der Derivate sowie Begrenzung der Spekulation mit Rohstoffen, besonders mit Nahrungsmitteln.

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Von Eva Hanfstängl am 22.07.2015 - 16:31

Brot für die Welt kritisiert den Addis Abeba Aktionsplan als vertane Chance

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sprach nach der Einigung von Addis von einem bedeutenden Schritt. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller lobte die Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung als großen Erfolg. Brot für die Welt und andere Hilfsorganisationen beklagten jedoch vertane Chancen.

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Von Eva Hanfstängl am 14.07.2015 - 13:32

Schwierige Verhandlungen über globale Entwicklungsfinanzierung in Addis

Staatschefs und Minister aus der ganzen Welt verhandeln anlässlich der Internationalen Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung in Addis Abeba, um einen Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltiger Entwicklung zu beschließen. Die Vorschläge, die in Addis erarbeitet werden, sollen die Umsetzung der neuen nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) sicherstellen.

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Von Eva Hanfstängl am 14.07.2015 - 13:01

CSO Forum in Addis verabschiedet gemeinsame Deklaration zur Entwicklungsfinanzierung

Mehr als 600 VertreterInnen zivilgesellschaftlicher Organisationen (CSOs) aus aller Welt versammelten sich vom 10. bis 12. Juli in Addis Abeba, um sich über die Themen und offenen Fragen der anstehenden Weltentwicklungskonferenz auszutauschen.

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Von Eva Hanfstängl am 09.07.2015 - 18:08

Vorverhandlungen zur Entwicklungsfinanzierungskonferenz in New York sind gescheitert

Nach zähem Ringen zwischen den G77 (den Ländern des Globalen Südens) und den EU, USA u.a. in den letzten Tagen in New York sind die Versuche diese Woche ergebnislos beendet worden, in Addis ein fertiges Abschlußdokument zu präsentieren, das die Staatschefs und Minister in der kommenden Woche dort annehmen sollen.

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