Blog-Beitrag

Brot für die Welt arbeitet im „umweltfreundlichsten Büro Deutschlands“

Von Marianne Dehne am 30.10.2014 - 17:05
Marianne DehneReferentin "Nachhaltiges Wirtschaften und ökofaire Beschaffung in Kirche und Diakonie"

Seit 2008 richtet der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management e.V. (B.A.U.M.) jährlich einen Wettbewerb für das umweltfreundlichste Büro aus. 2014 ist der erste Platz in der Kategorie „Behörde, Kommune, sonstige Einrichtung“ an das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung gegangen.

In Zeiten von Klimawandel, Rohstoffhunger, Armut und Hungersnöten ist ein anderes Wirtschaften nötig. Kirchen und kirchliche Einrichtungen können dafür Impulse in der Gesellschaft setzen und zu mehr Gerechtigkeit aufrufen. Und sie können mit ihrem eigenen Wirtschaften Vorbild sein und dazu beitragen, tragfähige Alternativen zu entwickeln. Ein wichtiges Handlungsfeld ist dabei der eigene unmittelbare Tätigkeitsbereich. Das ist häufig das Büro.

Sozialverantwortliches und umweltverträgliches Handeln im Alltag: Im Büro sind davon so unterschiedliche Themen betroffen wie IT, Mobiliar, Papier, Büromaterial, Sitzungsverpflegung, Reinigungsarbeiten oder Abfallvermeidung und -entsorgung. Im Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung, unter dessen Dach sich Brot für die Welt und Diakonie Deutschland zusammen getan haben, gibt es deshalb differenzierte Beschaffungsgrundsätze für den Warenkauf und die Auswahl von Dienstleistern nach ökologischen und sozialen Kriterien. Im Anhang der Beschaffungsrichtlinie befindet sich außerdem eine Beschaffungsliste mit den wichtigsten Produkten, die im EWDE benötigt werden, eine Vorlage „Erklärung zur Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards“ sowie Hintergrundinformationen zu den verschiedenen Umwelt- und Sozialsiegeln. So konnte sich das Werk 2014 beim Wettbewerb „Büro & Umwelt“ von B.A.U.M. etwa mit folgenden Maßnahmen bewerben:

  • Multifunktionsgeräte mit Bedienterminal und voreingestelltem doppelseitigem Wachstintendruck. Kein Feinstaub und weniger Fehldrucke.
  • Ökologische Standardbüroartikelliste, aus der die Kolleginnen und Kollegen wählen können.
  • Komplette Umstellung der Arbeitsplatzrechner auf Thin Clients (IGEL) (ca. 75 Prozent Energieersparnis).
  • Büromöbel mit modularem Aufbau und Garantiezeiten von 5 bis 10 Jahren.
  • Über 90%iger Einsatz von Recyclingpapier intern und 100% extern sowie CO2-kompensierter Druck bei Brot für die Welt.
  • Gebäudereinigung mit nur fünf Reinigungsmitteln und einem Dienstleister mit hohem sozialen Standard.

Für diese und weitere Maßnahmen ist das Werk nun am 23. Oktober mit dem ersten Platz in der Kategorie „Behörde, Kommune, sonstige Einrichtung“ im Rahmen der ORGATEC, der internationalen Leitmesse für Modern Office & Object in Köln ausgezeichnet worden. Für uns nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung sondern auch Ansporn dafür, kontinuierlich auch „im eigenen Haus“ weiter an diesen Themen zu arbeiten. Schließlich hängen ökologische und humanitäre Fragen in unserer globalen Welt auf das Engste zusammen.

Weitere Informationen dazu, wie das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung versucht, seine Werte im Alltag zu leben, finden Sie auf dem Internetportal für zukunftsfähiges Wirtschaften in Kirchen zu-wi.de.

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