Blog-Beitrag

Film “Santa y Andrés” im Kino

1983 in einer ländlichen Region im Osten Kubas. Dorthin wurde Andrés, ein unangepasster homosexueller Schriftsteller, wegen „ideologischer Probleme“ verbannt. Als im nahegelegenen Dorf ein internationales Friedensforum stattfinden soll, wird er von einer linientreuen Landarbeiterin bewacht.
Von Birgit Eichmann am 12.08.2019 - 16:59
Birgit EichmannReferat Inlandsförderung - Antragsbearbeitung Baden, Westfalen, Filmförderung
+49 (0)30 65211-1278E-Mail: birgit.eichmann@brot-fuer-die-welt.de

Damit soll sichergestellt werden, dass er keine öffentlichen politischen Stellungnahmen abgibt. Drei Tage lang steigt Santa mit einem Stuhl den Hügel zur Behausung des Delinquenten hinauf und positioniert sich direkt vor seiner Tür, um alles zu überwachen, was er tut. Andrés und Santa verbindet nichts außer der zermürbenden Nähe, der sie sich unterwerfen müssen.

Doch langsam nähern sich die beiden an. Obwohl Santas Aufgabe eigentlich erledigt ist, hilft sie ihm zu Hause und er erzählt ihr schließlich von den Schriftstellern und Freunden, die nicht mehr leben oder das Land verlassen mussten. Andrés wird von seinem stummen Freund verraten. Er habe ein neues Buch geschrieben und in seinem Haus versteckt. Santa warnt Andrés, doch dann muss sie eine Strafmission zum Haus von Andrés begleiten. Als die Durchsuchung erfolglos bleibt, wird Santa aufgefordert, ihn zur Demütigung mit Eiern zu bewerfen. Unter Tränen verweigert sie die Kollaboration. Am nächsten Tag macht sie sich wieder auf den Weg den Hügel hinauf, doch Andrés ist nicht da. Sie findet ihn am Strand, von wo aus er Kuba auf einem Boot verlässt. Im letzten Bild sieht man Santa bei ihrer gewohnten Tätigkeit im Stall. Und  nichts ist mehr, wie es war.

Der Film wurde in der Produktion von Brot für die Welt mit Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes gefördert und ist noch an folgenden Tagen im Kino zu sehen:

15.-21.08.2019: Berlin, Kino in der Brotfabrik

27.08.2019: Essen, Filmkunsttheater

29.08.-04.09.2019: Weingarten, Kulturzentrum Linse

29.08.-04.09.2019: Frankfurt Höchst, Filmforum Höchst

05.-08.09.2019: München, Werkstattkino

Die DVD wird ab Ende 2019 herauskommen.

Regie und Drehbuch:  Carlos Lechuga

Dauer: 105 Minuten

Produktion: 2016, Kuba, Frankreich, Kolumbien

Genre: Spielfilm

Themen: Gerechtigkeit, Solidarität, Widerstand

Altersbeschränkungen: ab 14 Jahren

Sprache: Spanisch, Untertitel: Deutsch

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