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Friedensnobelpreis für Kailash Satyarthi

Von Internetredaktion am 10.10.2014 - 13:59
InternetredaktionRedaktionsteam für Web und Social Media

Kailash Satyarthi liest Kindern in einer Hütte aus einem Buch vor.
Kailash Satyarthi im Mukti Ashram, ein Kinderheim der Organisation BBA

„Wir sind stolz und glücklich, dass Kailash Satyarthi  für seine Arbeit den Friedensnobelpreis erhalten hat,“ sagt Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt. „Wir sind froh, dass das fortdauernde Problem von Kinderarbeit und sklavenähnlichen Arbeitsverhältnissen, die den Preis für unsere Konsumgüter billig halten, dadurch wieder die Aufmerksamkeit finden, die sie verdienen. Nachdem viele unserer Partner den Alternativen Nobelpreis gewonnen haben, zeigt der Friedensnobelpreis, dass wir mit unserer Arbeit gegen Unrecht und Menschenrechtsverletzungen den Finger auf die richtigen Wunden legen.“

Teppiche ohne Kinderarbeit

Das evangelische Hilfswerk kooperiert mit Kailash Satyarthi seit Jahrzehnten. Der indische Aktivist kämpft seit den 80er Jahren gegen die Ausbeutung von Kindern. Er organisierte den Globalen Marsch gegen Kinderarbeit in den 90er Jahren. Die Zahl der arbeitenden Kinder wird in Indien immer noch auf bis zu 100 Millionen geschätzt, viele von ihnen haben 18-Stunden-Tage und das, obwohl Kinderarbeit offiziell verboten ist. Kailash Satyarthi hat sich in Organisationen engagiert, die maßgeblich gegen die weit verbreitete Kinderarbeit in der indischen Teppichindustrie vorgehen. Das Nobelpreis-Komitee würdigte Satyarthis großen Mut in der Tradition von Ghandi im friedlichen Protest gegen die Ausbeutung von Kindern.

Zufluchtsort für 600 Kinder

Zurzeit fördert Brot für die Welt die von Satyarthi ins Leben gerufene Organisation AVA-BBA. Die Organisation kümmert sich um Kinder, die in die Sklaverei verschleppt wurden. 2008-20012 wurden 250.000 Kinder gegen ihren Willen zur Kinderarbeit gezwungen. AVA-BBA führt regelmäßig Aktionen zur Befreiung von Kinderarbeiterinnen und Kinderarbeitern durch und klagt den Kindern zustehende Kompensationen und Gehälter ein. In der Zufluchtsstätte „Mukti Ashram“ erhalten 600 Kinder Unterkunft, Essen, Schutz und Beratung, um ihnen einen besseren Start ins Leben zu ermöglichen.

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