Blog-Beitrag

"Geliehen ist der Stern, auf dem wir leben"

EKD-Schrift zur Agenda 2030 als Herausforderung für die Kirchen auf Deutsch und Englisch erschienen.
Von Daniel Jüttner am 13.12.2018 - 10:45
Daniel JüttnerReferent für nachhaltige Entwicklungsziele
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EKD Text 130

Das Impulspapier der EKD-Kammer für nachhaltige Entwicklung, das vom Rat der EKD einstimmig verabschiedet worden ist, beschreibt die Agenda 2030 als eine Herausforderung für Politik und Zivilgesellschaft - und auch für die Kirchen.

Deutlich warnen die Verfasser des Papiers, dass die Grenzen der Tragfähigkeit der Erde, die den Menschen von Gott geliehen wurde, erreicht sind und dringend umgesteuert werden muss, um sie für kommende Generationen zu erhalten. Die Agenda 2030, die 2015 von den Mitgliedsstaaten der UN beschlossen wurde, wird im Impulspapier mit einem noch zu hebenden Schatz verglichen, der vieles von dem enthält, was die Kirchen schon lange fordern. Gerade in dem hohen Anspruch der Agenda 2030, die sozialen Grundlagen für alle Menschen auf der Erde zu sichern und gleichzeitig die planetarischen Grenzen einzuhalten, stellt sie eine Forderung an alle dar, das ihnen Mögliche für eine gerechte, ökologisch verträgliche und zukunftsfähige Entwicklung beizutragen. Für vier Praxis- und Politikfeldern - Landwirtschaft, Abbau von Ungleichheiten, nachhaltiger Konsum und Klimaschutz wird analysiert, was die Agenda 2030, die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie und die Kirchen jeweils dazu einbringen.

Der Vorsitzende des Rates der EKD, Landesbischof Bedford-Strohm stellt aber auch fest: „Für  eine  nachhaltige  Entwicklung muss nicht nur politisch umgesteuert werden, es muss vor allem ein Wertewandel und ein umfassender Mentalitäts- und Kulturwandel stattfinden.“

In diesem Sinne werden dann im Abschnitt „Kirche als Motor“, Beschlüsse und Initiativen der Landeskirchen präsentiert, die Vorbildcharakter haben und durch die Kirchen „tatsächlich  zu Motoren einer nachhaltigen Entwicklung werden und ihren mahnenden Worten mehr Glaubwürdigkeit und Gewicht geben“ können.

Die Schrift ist mittlerweile auch auf Englisch erschienen.

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