Blog-Beitrag

Niemand wird in der Klimakrise zurückgelassen

Am 21. November diskutierten VertreterInnen von Partnerorganisationen aus Tuvalu und Äthiopien zusammen mit der Parlamentarischen Staatssekretärin vom BMU und der Präsidentin von Brot für die Welt in dem politischen Diskussionsformat "Im Dialog" die Anforderungen an die COP24.
Von Sabine Minninger am 23.11.2018 - 12:01
Sabine MinningerReferentin für Klimapolitik
+49 (0) 30 65211-1817E-Mail: sabine.minninger@brot-fuer-die-welt.de
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"Im Dialog" zu Klimagerechtigkeit

Die Welt steht am Scheideweg. Bittere Not und die tiefe Kluft zwischen Arm und Reich, Konflikten und humanitäre Katastrophen werden weiter zunehmen, wenn sich der Klimawandel weiter beschleunigt und es nicht gelingt, die globale Erwärmung auf 1.5°C zu begrenzen. Das ist der alarmierende Befund des Sonderberichts des Internationalen Klimarates IPCC, der im Oktober vorgelegt wurde. Unmissverständlich korrigiert die Wissenschaft damit die Grenze zum potenziell nicht mehr beherrschbaren – und damit unverantwortbaren – Klimawandel von 2°C auf 1.5°C nach unten. Der Dürresommer in Europa, die verheerenden Starkregen in Asien und apokalyptische Wirbelstürme, die die Karibik immer häufiger heimsuchen, erscheinen vor dem Hintergrund dessen, was der 1.5°C-Bericht an Risiken für eine nicht mehr ferne Zukunft aufzeigt, allenfalls als ein Wetterleuchten. Neben der Zunahme von Wetterextremen drohen weitere, nicht hinnehmbare Risiken, wie die vollständige Zerstörung der Korallenriffe dieser Erde, und mit ihnen die Ausrottung unzähliger Arten.