Blog-Beitrag

Sorge um verhafteten Menschenrechtler

Menschenrechtler Peter Steudtner ist seit dem 5. Juli in der Türkei inhaftiert. Brot für die Welt verfolgt den Fall mit großer Sorge.
Von Christine Meissler am 19.07.2017 - 12:56
Christine MeisslerReferentin Schutz der Zivilgesellschaft

Menschenrechtler Peter Steudtner ist seit dem 5. Juli in der Türkei inhaftiert

Peter Steudtner ist seit dem 5. Juli in der Türkei inhaftiert. Er war in den letzten Jahren auch für Brot für die Welt tätig und hat als freier Trainer Seminare für Fachkräfte geleitet. Er wurde nun zusammen mit acht türkischen Menschenrechtsaktivistinnen und -aktivisten sowie einem schwedischen Berater verhaftet.

Zusammen mit Ali Gharawi war Peter Steudtner als Berater und Trainer im Auftrag der niederländischen Entwicklungsorganisation HIVOS in einem Projekt zur Unterstützung von Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidigern sowie Entwicklungsorganisationen in der Türkei.

Am 18. Juli 2017 wurde für  Peter Steudtner und Ali Gharawi und vier der türkischen Menschenrechtlerinnen und -rechtlern Untersuchungshaft angeordnet. In der am selben Tag erhobenen Anklage wird ihnen vorgeworfen, ein Verbrechen im Namen einer Terrororganisation begangen zu haben.

Wer Peter Steudtner kennt, weiß, dass dieser Vorwurf haltlos ist. Peter Steudtner hat vor allem Seminare zum Thema gewaltfreie Kommunikation und Konfliktlösung durchgeführt. Brot für die Welt schätzt die Arbeit und den persönlichen Einsatz von Peter Steudtner sehr und ist erschüttert über seine Verhaftung. Peter Steudtners Passion ist es, Menschen in Konfliktsituation dabei zu unterstützen, friedvolle Methoden der Konflikttransformation zu finden. Umso mehr erstaunen uns die Vorwürfe der türkischen Regierung.

Brot für die Welt verfolgt den Fall mit großer Sorge und steht in Kontakt mit Kolleginnen und Kollegen von Peter Steudtner und mit dem Auswärtigen Amt. 

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