Blog-Beitrag

Statement Janet Maro für „Wir haben es satt" 2019

Schriftliches Statement, Basis der Rede von Janet Maro, Sustainable Agriculture Tansania, auf der „Wir haben es satt“ Demonstration am 19. Januar 2019 in Berlin
Von Stig Tanzmann am 22.01.2019 - 17:45
Stig TanzmannReferent für Landwirtschaft
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Janet Maro während Ihrer Rede auf der Abschlussdemonstration

Wir sind heute alle an diesem schönen Tag versammelt, es ist kalt, aber wir sind warm in unserem Herzen. Uns wärmt die Absicht die Zukunft unserer Ernährungssysteme in Afrika, Europa, Asien, Nord und Südamerika, Ozeanien und der Antarktis zu ändern. Die Zeit ist reif und es ist Zeit zu handeln. Wir erleben zurzeit eine Welle des Wandels, lasst sie uns nutzen, um auf unserem Weg zu einem nachhaltigeren Ernährungssystem voran zu kommen.

Vor über einem Monat hat die Regierung von Tansania beschlossen alle Feldversuche mit genetisch veränderten Pflanzen zu beenden, nachdem es eine lange Medienkampagne dazu gegeben hatte. Die Bäuerinnen und Bauern sowie die Zivilgesellschaft haben der Regierung applaudiert.

Wir brauchen mehr und mehr Bäuerinnen und Bauern, die die Kontrolle übernehmen damit wir und sie die Entscheidungen, die unser Ernährungssystem betreffen wieder selbst fällen können.

Das industrielle Agrarmodel das Abhängigkeiten schafft, von Dünger aus Norwegen oder Saatgut aus den USA ist nicht nachhaltig und wird uns nicht ins gelobte Land führen! Was wir brauchen ist weitere wissenschaftliche Untersuchung und Validierung unserer Anbausysteme. Unser Saatgut muss anerkannt werden und Wertschätzung erfahren. Es muss Schluss damit sein, dass schlecht über unser bäuerliches Saatgut gesprochen wird.

Wir haben viele umweltfreundliche Wege um zu produzieren, die unsere Diversität, unsere Werte, unsere Souveränität erhalten die Teilhabe von Männern und Frauen stärken und Afrika aufbauen. Daher sagen wir, bitte hört damit auf uns Dinge aufzuzwingen oder bei uns abzuladen.

Wir fordern die deutsche Regierung auf in ihrer Entwicklungszusammenarbeit den Fokus auf Agrarökologie zulegen. Und die Unterstützung von Initiativen einzustellen, die die Ernährungs- und Saatgutsouveränität afrikanischer Kleinbauern weiter unterminieren.

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