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„WSF zuhause erleben – networking machts möglich“

Um bei einem WSF dabei zu sein, muss nicht gereist werden. Nur wenig Kommunikationstechnik ist notwendig, um sich Zuhause an Veranstaltungen zu beteiligen. Die Initiative „WSF-Extension“ macht Teilhabe in Form eines Netzwerks möglich, sagt Pierre George, der bei Caritas International aktiv ist.
Von Andreas Behn am 17.03.2018 - 00:27
Andreas BehnFreier Mitarbeiter

Pierre George
Pierre George

Wir stellen eine Kommunikationsform zur Verfügung, mit der all diejenigen, die sich mit dem Weltsozialforum identifizieren, aus der Ferne teilnehmen können. Einzelne, oder besser noch Gruppen, können weit weg vom Ort des WSF Veranstaltungen organisieren, die per Video- oder Audiostream übertragen werden. Zugleich richten wir eine Chatgruppe ein, damit es gegenseitiges Feedback gibt. Der Inhalt wird auf Webseiten und per Mailingliste verbreitet. Die Dynamik der WSF-Extension macht es also möglich, Veranstaltungen an ganz anderen Orten in das Forum einzubeziehen und ihnen eine internationale Reichweite zu geben.

Das gleiche passiert hier auf dem Forum: Wir bieten vielen Veranstaltern an, ihren Event mittels der WSF-Extension zu übertragen. Woanders können Interessierte sich in die Übertragung und die Chatgruppe einklinken, und auf diese Weise teilnehmen. Außer einer Internetverbindungen ist nur ein Handy notwendig, mit dem die Veranstaltung gefilmt wird.

Beim WSF 2009 in Belem haben wir diese Initiative erstmals ausprobiert. Damals war es technisch noch komplizierter, ohne ein kleine Videokamera ging es nicht. Seitdem hat sich das Projekt weiter entwickelt und wird von immer mehr Gruppen benutzt. Heute übertragen wir mit ganz geringem Finanzaufwand bis zu 400 Veranstaltungen jährlich. Wichtig ist auch, dass nicht alles live passieren muss. Die Veranstaltungen werden archiviert und können später angeschaut werden, dann aber ohne Chat. Es ist also auch eine Art Gedächtnis der Weltsozialforen.

Allerdings ist die WSF-Extension auf funktionierende Netzwerke angewiesen. Grundlage ist dabei zumeist ein gemeinsames inhaltliches Interesse. Und natürlich sollte es eine Gruppe wie uns Freiwillige beim WSF geben, die solche Prozesse stimuliert und möglichst breit dazu einlädt.

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