Termin

Friedensprojekt Europa


Datum: 
9.4.2019
18:00 - 20:00

Die Bedeutung der EU-Wahl für eine weltweite nachhaltige Entwicklung

Wir befragen Spitzenkandidat*innen

Die Europäische Union ist ein einzigartiges Friedensprojekt, das Länder und Völker zusammengebracht hat, die als Erzfeinde galten und mehrere Kriege gegeneinander führten.

Doch die Begeisterung für die EU hat in den letzten Jahren nachgelassen ‒ nicht erst seit Rechtspopulisten dem Nationalismus das Wort reden. Es gibt viel unberechtigte aber zum Teil auch berechtigte Kritik an „die da in Brüssel“ ‒ an unsinnig erscheinendem Bürokratismus aber auch an handelspolitischen Entscheidungen und am Gezerre um die Verteilung oder gar Abwehr von Flüchtlingen und Migrant*innen. Dies lässt Zweifel aufkommen, ob die viel beschworenen hehren Werte der EU noch richtungsweisend sind.

Andererseits werden große Hoffnungen auf die EU gesetzt: Sie soll in Zeiten von Trump, Putin und Xi Multilateralismus und Menschenrechte verteidigen und eine Vorreiterrolle einnehmen bei der Umsetzung der Agenda 2030 mit ihren ehrgeizigen Zielen für die Überwindung von Hunger und Armut und für nachhaltige Entwicklung weltweit. Auch im Kampf gegen den Klimawandel und für einen Ausbau der zivilen Krisenprävention und Konfliktschlichtung setzen viele ‒ gerade auch im globalen Süden ‒ große Hoffnungen auf die EU, sehen aber auch besorgniserregende Tendenzen, die in ganz andere Richtung gehen.

Der Wahl zum EU-Parlament Ende Mai kommt große Bedeutung zu. Wird das „Friedensprojekt Europa“ gestärkt? Kommt es zu neuen Impulsen für eine nachhaltige Entwicklung weltweit und in Europa  ‒ oder verstärken sich Tendenzen, die die EU als Wertegemeinschaft in Frage stellen?

Darüber wollen wir mit Spitzenkandidat*innen für die Wahl zum EU-Parlament diskutieren.  Auf dem Podium sind

  • Daniel Caspary, CDU
  • Dr. Katarina Barley, SPD
  • Ska Keller, Bündnis 90/Die Grünen
  • Özlem Alev Demirel, Die Linke
  • Nicola Beer, FDP
     
  • Moderation: Anke Plättner, TV-Journalistin

Veranstalter: Veranstalter sind Brot für die Welt und MISEREOR in Kooperation mit SDSN Germany (Sustainable Development Solutions Network). Wir laden Sie herzlich ein, sich ‒ falls noch nicht geschehen ‒ bis zum 2. April anzumelden.
 

Veranstaltungsort: 
Französische Friedrichstadtkirche
Gendarmenmarkt 5
10117  Berlin
Deutschland
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