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China- ist da ein Zwinkern hinter der Maske?

Von Ruth Irlen am 07.12.2011 - 22:01
Ruth IrlenAssistenz Klima und Energie

Auf einer Veranstaltung heute im chinesischen Pavillion ließ Xie Zhenhua keinen Zweifel daran, daß er auf grünes Wachstum setzt und dazu umfassende Massnahmen ergriffen hat. Politisch äußerte er sich nur insofern, als daß er hoffe, Europa werde ein wichtiger Treiber der Klimaverhandlungen sein. China hat im neuen Fünf-Jahresplan seine Wirtschaftswachstumsvorstellungen auf 7% reduziert. Ein emissionsarmer Entwicklungsweg, der auch Erfolge in der Armutsbekämpfung vorweist, ist China wichtig.

Der italienische Umweltminister Dr. Corrado Clini sieht zukünftig eine starke Partnerschaft zwischen Europa und China. Er kündigte an, dass Europa sich auch zu einer zweiten Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls entschließt, ohne Japan, Russland, Kanada und die USA, aber mit starken Partnern wie China, Indien, Brasilien und Südafrika. Er fand deutliche Worte: “Wir können nicht auf die USA warten, wir müssen jetzt handeln. Wir können eine neue Zukunft bauen und die, die nicht mitmachen, sollen aus dem Weg zu gehen.”

Auch Chris Holme, Staatssekretär im britischen Energieministerium, forderte in der Veranstaltung alle Länder auf, bis 2015 einem rechtlich verbindlichen Abkommen beizutreten. Im Laufe des Tages schätzte er die Äußerungen Chinas so ein, dass Verhandlungsbereitschaft in ihren Positionen ist. China sprach heute im Namen Indiens, Brasiliens und Südafrikas, ein Novum, dass Einigkeit vorgibt, die in den vergangenen Tagen vor allem mit Indien nicht existierte. Sicherlich zerbrechen sich heute Nacht noch mehr Menschen die Köpfe, ob sich China auf ein verbindliches Abkommen einläßt und ob seine Bedingungen erfüllt werden können: verbindliche Emissionsreduzierungen unter dem Kyoto-Protokoll, Ausgleichszahlungen der Industrieländer an arme Entwicklungsländer, um den Folgen des Klimawandels zu begegnen, und Respektierung der unterschiedlichen Fähigkeiten der Entwicklungsländer Emissionen zu mindern.

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