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Der Druck im Kessel steigt

Von Ruth Irlen am 06.12.2011 - 19:09
Ruth IrlenAssistenz Klima und Energie

Connie Hedegaard, die Europäische Kommissarin für Klima verkündet gerade vor den eintreffenden Ministern und Staaatschefs, dass Länder, die nicht einem von der EU vorgelegten Fahrplan beitreten und sich nicht bis 2015 auf verbindliche Verpflichtungen festlegen, eine untragbare Verantwortung auf sich nehmen. Damit meint sie Russland, Kanada und Japan, die signalisiert haben, dass sie nicht an einer zweiten Periode des Kyoto-Protokolls teilnehmen werden und die USA, die das Protokoll nie umgesetzt hat. Doch kann sie sicher genug sein, dass die Gespräche mit den BASIC Ländern eine tragbare Grundlage bilden?

Den ersten und wichtigsten Schritt hat Chinas Chefverhändler Xie Zhenhua gemacht, als er erklärte, dass China ab 2020 verbindliche Verpflichtungen zur Reduzierung seiner Emissionen eingeht. Gerechtigkeit und gemeinsame, aber unterschiedliche Verantwortung ist für China und Indien eine Grundbedingung. Mit ihren großen Bevölkerungen sind sie zwar große Emitter, aber in einer Reihenfolge der Länder mit den höchsten Pro Kopf Emissionen liegt China auf Platz 84 von 184 Ländern, Indien weit hinten. Doch ob andere genügend vor raus schreiten, ist die große Frage hier.

Südafrika versucht in seiner politischen Führungsrolle für Afrika Finanzierung für Anpassung und Aufnahme der Landwirtschaft als eigenes Thema in die Klimaverhandlungen zu erwirken.

Und was ist mit Brasilien? Sie sind gerade eifrig dabei, Text für die Finanzierungsoptionen eines Waldschutzregimes zu schreiben. Es wird wohl spät heute Nacht werden, meint der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Tony La Vina. Denn morgen wird der bisherige Verhandlungsstand den heute angereisten Ministern übergeben und das politische Verhandeln geht in die heiße Phase.

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