Internationale Finanzpolitik

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Eva Hanfstängl

Finanzmärkte, also Märkte für Kredite, Währungen und Wertpapiere wie Anleihen, Aktien oder spekulative Finanztermingeschäfte (Derivate), spielen in der heutigen globalen Wirtschaft eine entscheidende Rolle. In den letzten Jahrzehnten wurden sie stark liberalisiert und neue Finanzprodukte zugelassen. Die Gefahren sind spätestens seit der Finanzkrise 2008 bewusst geworden. Doch auch ohne die Krise nehmen die liberalisierten Finanzmärkte vielfach negativen Einfluss und erhöhen Unsicherheiten, bei uns, aber auch in Entwicklungsländern.

Brot für die Welt fordert daher zusammen mit vielen anderen Entwicklungsorganisationen, die Finanzmärkte wieder stärker zu regulieren und demokratisch zu kontrollieren. Finanzinstitutionen sollen in erster Linie Mittel für die Realwirtschaft bereitstellen. Banken müssen auf ihre Serviceleistung für die Wirtschaft und den einzelnen Menschen ausgerichtet sein. Schattenbanken und -finanzplätze müssen begrenzt werden und reguliert sein, um nicht großen wirtschaftlichen Schaden anzurichten. Gefährliche Spekulationsgeschäfte müssen über Finanztransaktionssteuern und Verbote eingedämmt werden.

Kontakt:

Eva Hanfstängl (+49 (0) 30 65211-1813; eva.hanfstaengl@brot-fuer-die-welt.de)

Von Eva Hanfstängl am 04.07.2019 - 13:59

Ergebnisse des G20 Gipfels von Osaka in Japan

Trotz Handelsstreit und erwarteten Differenzen zum Thema Klima, einigten sich die G20 Staatschefs in Oasaka am Ende doch noch auf eine gemeinsame Gipfelerklärung und begrüßten die Vorschläge der verschiedenen G20 Arbeitsstränge. ... mehr 
Von Eva Hanfstängl am 28.06.2019 - 14:50

Warnung vor neuer Schuldenkrise

Die G20 haben sich in einer zentralen Frage der Steuergerechtigkeit geeinigt: Eine globale Mindeststeuer für internationale Unternehmen soll eingeführt werden. Dieser Vorschlag wird wohl beim Gipfeltreffen der G20 am 28./29.6. in Osaka von den Staats- und Regierungschefs angenommen. ... mehr 
Von Eva Hanfstängl am 12.12.2018 - 15:48

Minimalkonsens beim G20 Gipfel in Argentinien

Der größte Erfolg des G20-Gipfels 2018 darin besteht, dass er nicht gescheitert ist. Die Abschlusserklärung ist überschrieben: „Konsens schaffen für eine gerechte und nachhaltige Entwicklung.“ ... mehr 
Von Sven Hilbig am 30.11.2018 - 15:07

Drogenhandel statt Menschenrechte?

Das EU-Handelsabkommen mit Peru und Kolumbien verschlechtert nicht nur die Handelsbilanz der beiden Andenländer, es begünstigt auch den internationalen Drogenhandel wie eine aktuelle Studie von Brot für die Welt zeigt. Weder die Menschenrechtsklausel noch das Nachhaltigkeitskapitel zeigen Wirkung. ... mehr 
Von Eva Hanfstängl am 28.11.2018 - 14:48

Nachhaltige Entwicklung braucht Multilateralismus

Vom 30. November bis 2. Dezember kommen in Argentinien die Staats- und Regierungschefs der G20 Staaten zu ihrem jährlichen Gipfeltreffen zusammen. Das Treffen wird überschattet von der aktuellen Krise des Multilateralismus. Die Civil20 fordert daher die Stärkung multilateraler Zusammenarbeit. ... mehr 
Von Eva Hanfstängl am 20.08.2018 - 10:34

„Gemeinsame Probleme brauchen gemeinsame Lösungen“

Das zivilgesellschaftliche Gipfeltreffen der Civil20 fand vom 6.-7. August in Argentinien statt. Über 400 CSOs diskutierten über globale Zukunftsfragen und überreichten ihre Forderungen an die G20 (Industrie- und Schwellenländer). Doch der politische Einfluss der Zivilgesellschaft bleibt minimal. ... mehr 
Von Eva Hanfstängl am 08.05.2018 - 14:27

UN FfD-Forum: Die politische Bedeutung wächst

Auf dem jährlichen Financing for Development-Forum der Vereinten Nationen tauscht sich die Weltgemeinschaft mit den internationalen Finanzinstitutionen über die Rahmenbedingungen für Entwicklungsfinanzierung aus. Was wurde 2018 vereinbart? ... mehr 
Von Online-Redaktion am 11.07.2017 - 10:56

Stimmen nach dem Gipfeltreffen

Am 7./8. Juli 2017 fand das Gipfel-Treffen der G20 in Hamburg statt. Es ging unter anderem um die künftige Gestaltung der globalen Wirtschafts- und Finanzordnung, den Klimawandel und die Rolle von Afrika. Stimmen von Brot für die Welt-Experten zum Abschluss des Gipfeltreffens.  ... mehr 
Von Eva Hanfstängl am 20.03.2017 - 21:09

Enttäuschung beim G20-Finanzministertreffen

Auch zehn Jahre nach Beginn der großen Finanzkrise sind die internationalen Finanzmärkte trotz behutsamer Reformen noch immer anfällig für weitreichende Krisen. Systemische globale Risiken, beispielsweise durch den unregulierten Schattenbankenbereich, sind nicht gebannt. ... mehr 
Von Eva Hanfstängl am 20.03.2017 - 18:53

Bischöfe ermahnen die G20

Die Evangelische Stadtkirche in Baden Baden mahnte durch Läuten der Glocken die G20-Finanzminister. Anschließend besuchten mehr als 700 Personen einen ökumenischen Gottesdienst, zu dem das Bündnis Erlassjahr geladen hatte. ... mehr 
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